MDR AKTUELL - Meldungen um 3:00 Uhr


Ein Toter bei neuen Zusammenstößen in Minsk

Bei neuen Zusammenstößen ist am Abend in der weißrussischen Hauptststadt Minsk ein Demonstrant getötet worden. Nach Darstellung des Innenministeriums explodierte in der Hand des Mannes ein Sprengsatz, den er auf Polizisten werfen wollte. Der Demonstrant sei seinen schweren Verletzungen erlegen. Einen unabhängigen Bericht über den Vorfall gab es zunächst nicht. Zuvor war die Polizei in mehreren weißrussischen Städten wieder gewaltsam gegen Tausende Regierungsgegner vorgegangen, die gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentenwahl protestierten. UNO-Generalsekretär Guterres rief alle Seiten zu äußerster Zurückhaltung auf. Zugleich mahnte er die Behörden, das Recht auf Meinungsfreiheit und friedliche Versammlungen zu respektieren.


Griechenland verschärft Corona-Auflagen wieder

Wegen steigender Infektionszahlen verschärft Griechenland seine Corona-Auflagen wieder. Wie Regierungssprecherin Peloni im Fernsehen mitteilte, müssen vielerorts Bars und Restaurants künftig um Mitternacht schließen. Die Regelung gelte unter anderem für die beliebten Urlaubsinseln Kos, Korfu, Kreta, Rhodos und Santorin. Die Sperrstunde gilt zunächst bis zum 23. August. Außerdem führt Griechenland für Bürger mehrerer EU-Staaten Einreisebeschränkungen ein. Sie müssen ab der kommenden Woche einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Deutsche sind davon nicht betroffen.


Bund prüft Einstieg bei weiteren Konzernen

Nach der Lufthansa-Rettung prüft die Bundesregierung einen Staats-Einstieg bei weiteren Konzernen. Das berichtet das "Handelsblatt" und zitiert aus einer Antwort von Wirtschafts-Staatssekretär Nußbaum auf eine Anfrage der Grünen. Demnach haben 14 Großunternehmen ausdrücklich Bedarf an einer Beteiligung des Bundes angemeldet. Bei den meisten von ihnen stehe die Prüfung aber noch am Anfang. Insgesamt haben den Angaben zufolge knapp 60 Firmen Interesse an Hilfen aus dem sogenannten Wirtschafts-Stabilisierungsfond bekundet.


Weißes Haus nach Schüssen kurzzeitig abgeriegelt

Nach einem Schusswaffen-Vorfall ist das Weiße Haus in Washington vorübergehend abgeriegelt worden. US-Präsident Trump brach eine gerade laufende Pressekonferenz ab und wurde in Sicherheit gebracht. Kurze Zeit später kehrte er zurück und erklärte, außerhalb des Gebäudes habe es eine Schießerei gegeben. Der Secret Service habe auf einen offenbar bewaffneten Verdächtigen gefeuert. Der Mann sei ins Krankenhaus gebracht worden. Über seinen Zustand konnte Trump nichts sagen. Nach seinen Worten ist die Lage unter Kontrolle.


Massenproteste im Libanon gehen weiter

Auch nach dem Rücktritt der Regierung halten im Libanon die Massenproteste gegen die politische Elite an. In der Hauptstadt Beirut kam es am Abend wieder zu Zusammenstößen, als gewalttätige Demonstranten die Absperrungen vor dem Parlament zu durchbrechen versuchten. Sie bewarfen die Polizei mit Steinen. Die Beamten setzten ihrerseits Tränengas ein. Wenige Stunden zuvor hatte Ministerpräsident Diab im Fernsehen den Rücktritt der gesamten Regierung verkündet.


Fußball-Europa-League: Leverkusen ausgeschieden

In der Fußball-Europa-League ist Bayer Leverkusen als letztes deutsches Team ausgeschieden. Der Bundesligist musste sich im Viertelfinale in Düsseldorf gegen Inter Mailand mit 1:2 geschlagen geben.